• Kappendecke als Untergrund

  • Sopro SMART® LeichtZuschlag in knapp 30 cm Dicke als Vorbereitung für weiteren Estrichaufbau

  • Gewölbe (Preußische Kappe)

  • Gewölbedecken (Kreuzgewölbe oder Tonnengewölbe), z.B. alte Kellerdecken

Auch beim Fußbodenbau finden sich vielfach Situationen, die smarte Lösungen erforderlich machen. Insbesondere beim Bauen im Bestand bestehen Grenzen, welche die Ausführung konventioneller Fußbodenkonstruktionen in der Praxis oft nicht zulassen. Maßgeblich sind hierbei die Einschränkungen, die sich aus dem maximalen Zusatzgewicht ergeben, welches in die statische Konstruktion eingeleitet werden kann. Aber auch Unebenheiten des Untergrundes, ggf. dessen Arbeitsverhalten und natürlich auch die Ausführungsgeschwindigkeit spielen eine relevante Rolle.

Vielfach werden in entsprechend kritischen Konstruktionen Trockenestriche, auf gebundenen oder ungebundenen Schüttungen, verwendet. Diese Systeme erfüllen die hier gestellte Aufgabe, haben aber auch einige Nachteile, speziell dann, wenn als Oberbelag Keramik oder Naturstein gewählt werden. Dies betrifft z. B. die Formatbeschränkungen der Fliesen, die Feuchteempfindlichkeit der meist auf Gipsplatten aufbauenden Estrichsysteme, aber auch die Umsetzungsgeschwindigkeit. Durch das leichtgängig, teilweise sogar fließfähig einzubauende Sopro SMART®- Renovier-Estrich-System werden Grenzen aufgehoben und weitergehende Möglichkeiten in Renovierung und Sanierung geschaffen.

Die wesentlichen Kernkomponenten sind hierbei Sopro SMART® LZ, ein druckstabiles, nicht brennbares, schall- und wärmedämmendes Blähglasgranulat, die Schnellestrichbindemittel Sopro Rapidur® B5 oder B3, das lose auszulegende extra zug- und reißfeste, rissüberbrückende Spezial- Glasfasergewebe Sopro PanzerGewebe eXtra PG-X und der gezielt in seinem Einlaufverhalten abgestimmte, faserarmierte Sopro VarioFließSpachtel mit seiner besonders guten Biegezugfestigkeit.

Gewicht

Ein herkömmlicher, unbeheizter, mineralischer Estrich im privaten Wohnungsbau hat in der Regel eine Dicke von rund 50 mm. Er bringt es so auf ein Gewicht von etwa 110 kg/m², im frischen Zustand durch den höheren Wasseranteil sogar mehr. Auch die üblicherweise etwas dünneren Calciumsulfatestriche wiegen in der Einbausituation also etwa 90-100 kg/m². Bei einem Zimmer von 15 m² sind dies also für eine Holzbalkendecke rund 1,65 to an Gewicht, welches diese aufnehmen muss. In vielen Fällen ist diese Last ein statisches Ausschlusskriterium.

Zum Vergleich: Mit dem Sopro SMART®-Renovier-Estrich- System entsteht – bei 50 mm Aufbauhöhe – lediglich ein Gewicht von knapp 40 kg/m², also deutlich weniger als die Hälfte eines üblichen Estrichs.

Unebenheiten

Besonders eindrucksvoll sind Unebenheiten in immer noch verbreiteten Kappendecken, in denen sich Segmentbogen an Segmentbogen fügt, ähnlich historischer Gewölbe. Aber auch Leitungsführungen im Neubaubereich, mit Lüftung, Heizung, Wasser, Strom und sonstiger Gebäudetechnik auf der Rohbetondecke schaffen dermaßen ungleichmäßige Unterbauten, dass hier Maßnahmen zum Erzielen der Ebenflächigkeit erforderlich sind. Ein Ausgleich mit konventionellen Dämmplatten ist oft nicht möglich und widerspricht ggf. auch den Regeln der Technik.

 

 

F: Fliese | 1: Sopro Fliesenkleber (z.B. Sopro´s No. 1 oder Sopro FKM XL) | 2: Verfugung (z.B. Sopro FlexFuge plus oder Sopro DesignFuge DF 10® | 3: Spachtelschicht - Sopro VarioFließSpachtel | 
4: Armierung - Sopro PanzerGewebe eXtra PG-X | 5: Sopro SMART® LeichtZuschlag mit Sopro Rapidur® B5/B3

Geschwindigkeit

Zeit ist bekanntlich Geld und durch eine zügige Abwicklung können entsprechend wirtschaftliche Vorteile entstehen. Die aus Sopro Rapidur® B5 und Sopro SMART® Leicht- Zuschlag hergestellte, gebundene Schüttung benötigt lediglich 12 Stunden Trocknungszeit, bevor darauf das Sopro PanzerGewebe eXtra PG-X ausgelegt und mit Sopro VarioFließSpachtel VS 582 überspachtelt werden kann. Mit der Verwendung von Sopro Rapidur® B3 kann diese Zeit sogar nochmals verkürzt werden. Auch der Fließspachtel kann bereits nach 3 Stunden mit Fliesen belegt werden. Sofern die örtlichen Gegebenheiten es erlauben, kann auf der gebundenen Schüttung auch mit Sopro Rapidur® FE gearbeitet werden. Auch dieser wird mit Sopro PanzerGewebe eXtra PG-X armiert. Eine minimale Schichtdicke von 20 mm ist hierbei die Maßgabe. Die Verlegung von Fliesen ist hier nach 24 Stunden möglich.

Anwendungsgebiete

Im Neubaubereich liegt eine der Hauptanwendungen des Sopro SMART®-Renovier-Estrich-Systems darin, als gebundene, feste und tragfähige Ausgleichsmaßnahme zu fungieren und Leitungsführungen bzw. Installationsleitungen eben einzubinden und so eine durchgängige Verlegung von Estrichen und Dämmschicht zu ermöglichen. Dies analog zu den Vorgaben der „Hinweise zur Planung und Ausführung von Fußbodenkonstruktionen bei Rohren, Leitungen und Einbauteilen auf Rohdecken“ des Bundesverbandes Estrich und Belag e. V.

Eine weitere Anwendung speziell bei Holzbalkendecken ist die Füllung der Gefache eines Blindbodens zur Verbesserung der Trittschallsituation. Im speziellen Fall der Holzbalkendecke kann natürlich auch eine schwere Splittkörnung zusammen mit Sopro Rapidur® B3 oder B5 verwendet werden, sofern die statische Konstruktion dies erlaubt. Hier ist es die zusätzliche Masse, welche die Trittschalldämmung nochmals verbessern kann.

Systemkomponenten Sopro SMART®-Renovier-Estrich-System


  • Sopro SMART® LZ LeichtZuschlag

    Druckfester, mineralischer, nicht brennbarer Leichtzuschlag aus Blähglasgranulat, mit guten wärme- und trittschalldämmenden Eigenschaften.

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    Sopro Rapidur® B5/B3
    Besonders wirtschaftliche, zementier SchnellEstrichBinder, zu schnellen Bindung des Sopro SMART® LZ LeichtZuschlag mit hohem Schutz vor Rückdurchfeuchtung.

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    Sopro PanzerGewebe eXtra PG-X
    Extra Zug- und reißfestes, rissüberbrückendes Spezial-Glasfasergewebe als zusätzliche Armierung, optimal abgestimmt auf die Anforderungen von Fließspachtelmassen.

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    Sopro VarioFließSpachtel
    Selbstnivellierende, pumpfähige, faserarmierte, auf die besonderen Anforderungen des Systems abgestimmte und schnell erhärtende Zementfließspachtelmasse, mit "2in1 Rezeptur" mit Möglichkeiten zur Gefälleerstellung als auch für edenflächige Untergründe.

  • Ausgleich von Installationsleitungen

  • Leichtaufbau auf Holzbalkendecke

  • Leichtaufbau mit Gefachfüllung in Blindboden bei Holzbalkendecke

1: Sopro SMART® Renovier-Estrich-System (Sopro SMART® LeichtZuschlag mit Sopro Rapidur® B5/B3) | 2: Sopro PanzerGewebe eXtra PG-X | 3: Sopro VarioFließSpachtel | 4: Sopro HaftPrimer S | 
5: Holzdielen | 6: Leitungen | 7: Dämmung | 8: Estrich (z.B. Sopro Rapidur FE) | 9: Spanplatte

  • Leichtaufbau mit Dünnschichtheizung (z.B. Kermi x-net C15)

  • Sopro SMART® Renovier-Estrich-System in trittschalldämmendem Aufbau mit Sopro Trittschall- und Entkopplungsbahn TEB 664

Bauen im Bestand

Gerade im Bestandsbau sind es meist knappe Höhensituationen und statische Maßgaben, durch die Belagskonstruktionen eingeschränkt werden. Hinzu kommt, dass die Umbaumaßnahmen meist in möglichst kurzer Zeit fertiggestellt werden sollen. Deswegen sind schnelle Erhärtungszeiten notwendig. In Altbauten, besonders im Bereich des Denkmalschutzes, zeigt sich ein besonderer Vorteil des Sopro SMART® Renovier-Estrich- Systems: Der verwendete Sopro SMART® LeichtZuschlag basiert auf einem im Glasrecycling gewonnenem Blähglasgranulat. Im Gegensatz zu anderen Leichtschüttungen z. B. auf Basis von expandiertem Polystyrol (EPS) ist er nicht brennbar (Baustoffklasse A1) und im Emissionsverhalten deutlich vorteilhafter.

 

Holzdielen | 2 Sopro HaftPrimer S | 3 Sopro SMART® Renovier-Estrich-System
(Sopro SMART® LeichtZuschlag mit Sopro Rapidur® B5/B3) | 4 Sopro PanzerGewebe eXtra PG-X |
5 Sopro VarioFließSpachtel (Dicke ca. 3 mm) | 6 Kermi x-net C15 Dünnschichtsystem | 7 Sopro FS 15® plus | 8 Betonuntergrund | 9 Sopro Trittschall- und EntkopplungsBahn

 

 

  • * Dicke ca. 3 mm
  • ** Dicke Kermi x-net C15 Dünnschichtsystem + Sopro FS 15® plus minimal 17 mm, bei max. 2,0 kN/m² Flächenlast. Höhere Lasten machen ggf. einen stärkeren Schichtenaufbau erforderlich. 
  • *** Minimale Dicke bei max. 2,0 kN/m² Flächenlast 10 mm, höhere Lasten machen stärkere Dicken erforderlich

 

 

 

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