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Doch unabhängig für welche Art von Beckenkonstruktion man sich entscheidet, der Pool muss und soll umlaufend mit einem Belag eingefasst werden. Zum einen aus optischen Gründen, zum anderen aber auch, um den Pool nach dem Badevergnügen sicher verlassen zu können. Zusätzlich sorgt die Befestigung der Poolumrandung dafür, dass die Poolwasserqualität nicht leidet. Sind die Füße verschmutzt (Sand, Erde, Pflanzenreste), wird zwangsläufig dieser Schmutz immer im Badewasser verbleiben, was die Badewasserqualität negativ beeinflusst und den Reinigungsaufwand (Strom, Badewasserchemie, händische Reinigung) unnötig in die Höhe treibt.

Werden Poolumgangsbereiche befestigt, so stehen eine Vielzahl an Belagsmaterialien zur Verfügung. In der Regel sind es auf Grund des Badewassers und der Bewitterung (Außenbereich) Materialien aus Keramik, Betonwerkstein oder Naturwerkstein, die hier zur Anwendung kommen. Bei der Wahl der jeweiligen Materialien ist darauf zu achten, dass sie eine gewisse Oberflächenrauigkeit besitzen, damit ein sicheres Begehen und -laufen (mit nassen Füßen) möglich ist. 

Beckenkonstruktionen

Eine Vielzahl von Beckenkonstruktionen treffen wir im Außenbereich bzw. im privaten Poolbau an. Dies sind Stahlbetonbecken, mit Schalsteinen gemauerte Becken, Kunststoff (GFK)- Becken, Metallkonstruktionen, usw. Ausgekleidet sind sie mit keramischen Belägen, z. T. Naturstein, Folien, Farbe oder dem sichtbaren Edelstahl selbst. Gemeinsam haben alle Varianten, dass die Beckenkopfkante an den Beckenumgang anzuschließen ist.

Hierbei ist zu beachten, dass der Beckenkörper getrennt vom angrenzenden Beckenumgang zu bewerten ist. Dies liegt daran, dass sich der Beckenkörper unterschiedlich zum angrenzenden Gelände verhält. Im Wesentlichen sind hier Bewegungen in Form von Ausdehnungen (Pool befüllt/entleert, Wassertemperatur) sowie unterschiedliche Setzungen zwischen Pool und dem angrenzenden Gelände zu nennen. D. h. zwischen Pool und Gelände muss im späteren Belag eine Trennung vorgenommen werden.

Sollte die Bauherrschaft den Wunsch äußern, den Pool mit einer verfahrbaren Poolabdeckung bzw. Poolüberdachung auszustatten, so muss eine „feste“ und gebundene Verlegung der Platten erfolgen. Setzungen oder kippelnde Platten führen dazu, dass sich diese verfahrbaren Systeme verkanten und dann nicht mehr dauerhaft funktionieren. Im Hinblick auf den schon angesprochenen Schmutzeintrag in den Pool sollten die Fugen auch mit einer gebundenen Fuge verfüllt sein. Sande kleben immer wieder an den Fußsohlen und verteilen sich dann im Pool, bei Reinigungsarbeiten (Schlaucheinsatz) fliegt unnötigerweise die Fugenfüllung mit in den Pool.

Unter „fester Verlegung“ versteht man eine Bodenplatte aus Beton oder eine gebundene, entsprechend dick dimensionierte (10-15 cm) Drainagemörtelschicht. Der an den Pool angrenzende Arbeitsraum unterhalb einer solchen Bodenplatte ist zuvor an der Poolwand entlang lagenweise aufzufüllen und entsprechend zu verdichten. Die Verlegung der Platten erfolgt dann mit einem zementären Verlegungssystem (Sopro Sopro megaFlex S2 MEG 665, Sopro Turbo- DichtSchlämme 2-K TDS 823, Sopro RAM 3® Renovier- & AusgleichsMörtel 454, Sopro FlexFuge FL plus, Sopro Titec- Fuge®).

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Beckenkopf

Die Materialien der Beckenkopfkante sind, wie schon angesprochen, sehr unterschiedlich (Beton, Folie, Kunststoff (GFK), Stahl, etc.). Eine Fixierung der Beckenkantenplatte auf diesen Oberflächen ist deshalb genau zu bewerten. Standardzementmörtel können hier nicht mehr eingesetzt werden, da sie auf den glatten Untergrundmaterialien keinen Halt finden. Die Beckenkantenplatte steht im besonderen Fokus! Der Badende steht auf dieser Platte, hält sich daran fest oder stößt sich beim Sprung ins Becken davon ab. Löst sich diese Platte aufgrund mangelnder Haftung während der Nutzung, ist die Verletzungs- und Unfallgefahr sehr groß.

Im Besonderen ist es eine Herausforderung bei Kunststoffen und metallischen Oberflächen eine gute Klebeverbindung herzustellen.

Dies gelingt durch den Einsatz von Reaktionsharzklebstoffen auf PU- oder Epoxidharzbasis (Sopro PU-Kleber PUK 503). Zuvor müssen diese Flächen gereinigt werden (staub-, öl- und fettfrei), Kunststoffe sollten nochmals mit Sandpapier leicht aufgeraut werden. Lose aufliegende Folien sind an ihren Enden anzukleben und mit den genannten Klebstoffen zu fixieren. Herrscht bezogen auf das Projekt eine gewisse Unsicherheit, steht die Sopro Anwendungstechnik für Fragen gerne zur Verfügung.

Werden für die Beckenkopfkante überlange Platten (80, 100, etc. cm) verwendet, so ist die von Platte zu Platte entstehende Fuge elastisch zu füllen, um temperaturbedingte Längenänderungen zu kompensieren. Steht der Pool ein Stück aus dem Gelände heraus (was dem Schmutzeintrag durch Wind (Blätter, etc.) im Wesentlichen verhindert), so kann die angrenzende Fläche auch ungebunden, zum Beispiel mit dem Sopro Solitär®-System befestigt werden. Sollten sich Setzungen zwischen Becken und dem Umgangsbereich einstellen, so fallen diese nicht ins Gewicht, da eine klare Trennung zwischen Becken und angrenzender Fläche vorliegt.

Fazit

Der Poolbau im privaten, als auch öffentlichen Bereich verlangt eine gute Planung und Umsetzung sowie die richtige Materialwahl. Letzteres gilt im Besonderen, da der Außenpool neben dem Badebetrieb den Gesetzmäßigkeiten der Bewitterung unterliegt und Konstruktion und Material fordert. Damit der Badespaß nicht zum Frust wird, sollte man sich ausführlich informieren. Die Sopro Anwendungstechnik/ Objektberatung unterstützt hier gern!

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