Sopro ProfiAkademie

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Einen „tiefen Einblick in Welt die Bäderbaus“ erhielten die rund 150 Teilnehmer an dem Mitte Juni von der Sopro Bauchemie GmbH veranstalteten Planer- und Sachverständigenseminar zum Thema...
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Schwimmbäder fachgerecht planen und bauen
Experten informierten und diskutierten in Wiesbaden zum Thema Schwimmbadbau

Einen „tiefen Einblick in Welt die Bäderbaus“ erhielten die rund 150 Teilnehmer an dem Mitte Juni von der Sopro Bauchemie GmbH veranstalteten Planer- und Sachverständigenseminar zum Thema „Schwimmbadbau“. Das Themenspektrum der eintägigen Veranstaltung, die im Rahmen der Sopro ProfiAkademie in Wiesbaden stattfand, reichte von dem Entwurf moderner Thermen über die unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten der Becken und die entsprechenden Ausführungsdetails bis hin zu Fragen der sicheren Abdichtung und Fliesenverlegung.
Sopro ProfiAkademie Expertensemiar
Der Bau von Schwimmbädern zählt mit zu den schwierigsten Bauaufgaben. Von entscheidender Bedeutung ist, dass bereits in der Planung die Weichen für eine optimale Ausführung aller Arbeiten gestellt werden, damit in der späteren Nutzungsphase trotz der hohen Beanspruchungen Mängel vermieden werden. Die Sopro Bauchemie GmbH, die zu den führenden Herstellern bauchemischer Produkte zählt, hatte daher im Rahmen der Sopro Profi Akademie eine Reihe namhafter Experten aus dem Bäderbau zu einem eintägigen Fachseminar nach Wiesbaden eingeladen. Das Unternehmen selbst hat mit seinem Objektberatungsteam in den letzten Jahren an einer Vielzahl richtungsweisender Projekte im Bäder- und Thermenbau in ganz Deutschland sowohl „vorplanend als auch baubegleitend“ mitgewirkt, speziell im Gewerk der Abdichtungs- und Fliesenarbeiten – so Sopro Geschäftsführer Andreas Wilbrand bei der Begrüßung der rund 150 Seminarteilnehmer.

Mit seinem Fachvortrag „Themen bei Thermen“ gab Dipl.-Ing. Architekt Alexander von Salmuth von der 4a Architekten GmbH, Stuttgart, zunächst einen spannenden Einblick in die Arbeit des „Entwerfers“. Anhand sechs unterschiedlicher Beispiele zeigte er den aus seiner Sicht vorhandenen Unterschied zwischen Konzept und Leitbildern auf. Um einem Bau sein individuelles Leitbild zu geben, muss man, so der Referent, zunächst „ein Gefühl für den Ort entwickeln“. Die vorgestellten Beispiele, die von dem Freizeit- und Thermalbad Tuttlingen über die Spreewald- und Bodenseetherme bis hin zu einem Wellnesspark in Moskau reichten, zeigten eindrucksvoll, dass es den 4a Architekten bisher stets gelungen ist, ihre Gebäude mit der sie umgebenden Kulturlandschaft zu verbinden und ihnen so Emotionalität und Identität zu verleihen. Sind es bei der Spreewaldtherme ortstypische Materialien wie Reet, Holz und Ziegelsichtmauerwerk, mit denen die Identifikation mit dem Spreewald gestärkt wurde, so ist es bei der Bodenseetherme in Konstanz das Leitmotiv „Schiffe und Wasser“, von dem sich die Planer leiten liessen. Ein weiterer Grundgedanke war hier die Öffnung des Bades zum Bodensee, das Herausarbeiten der besonderen Blickbeziehungen auf das grandiose Alpenpanorama und das Einbeziehen dieser in das Gebäude. Dass man damit den Betreibern der Bäder zugleich auch wichtige Botschaften an die Hand gibt, um die Einrichtungen perfekt zu vermarkten, dies ist, so Alexander von Salmuth, ein in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzender Nebeneffekt.

Welche Vielzahl technischer Details in der Ausführungsphase zu beachten sind, dies machte Dipl.-Ing. Architektin Eva Gratzl von BARTHArchitekten aus Gauting deutlich, die sich anhand der Frage „Alles gut geplant?“ mit „Erfahrungen beim Schwimmbadbau“ beschäftigte. Themen wie der Beckenaufbau beim Umbau und er Sanierung eines bestehenden Bades wurden dabei ebenso angesprochen wie der richtige Umgang mit den diversen „Einbauten“ in Form von Einströmtöpfen, Bodensprudlern u.ä. oder die fachgerechte Ausgestaltung des Beckenumgangsbereichs. Wichtig, so die Referentin, ist, dass bei einer solch komplexen Bauaufgabe, stets all wichtigen Informationen auch allen am Bau Beteiligten zugänglich gemacht werden und dass eine enge Kooperation aller möglicher Ansprechpartner stattfindet, von der Industrie und den Handwerker über Planer und Bauherr bis hin zu Fachverbänden, Prüfinstituten und alle Arten von Interessenverbänden.

Einen ganz zentralen Aspekt des Bäderbaus beleuchteten Dipl.-Ing. (FH) Björn Rosenau und Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Kammerer, beides erfahrene Mitarbeiter der Sopro Architekten- und Objektberatung, mit ihren Ausführungen zum Thema „Verbundabdichtungen im Schwimmbadbau“. Die Referenten machten zum einen deutlich, warum eine fachgerechte Abdichtung so wichtig ist, zum anderen aber auch, welch zahlreiche Arbeitsschritte und unterschiedliche, aufeinander abgestimmte Materialien - von der richtigen Untergrundvorbereitung über Abdichtung und Verlegung bis zur Verfugung der Beläge, notwendig sind, um vom Rohbau bis zur perfekt bekleideten Oberfläche zu kommen. Besonderes Augenmerk legten auch sie auf die fachgerechte Ausbildung der Details, wie Durchdringungen, Bodenabläufe u.ä.

Mit dem Thema „Beckenkonstruktionen in Stahlbeton - von der Rohbauplanung bis zur Beckenbefüllung“ beschäftigten sich Dipl.-Ing. Andreas Brose und Dipl.-Ing. Thomas Kalman von Dr. Krieger Architekten + Ing. GmbH & Co. KG aus Velbert. Neben den einschlägigen Normen, den Zusammenhängen zwischen Form und Funktion verschiedener Beckentypen standen hier insbesondere die unterschiedlichen Rinnentypen wie Finnische Rinne, Züricher Rinne oder Wiesbadener Rinne sowie deren Funktionalität und Gestaltung im Mittelpunkt des Vortrags. Dabei machten die Referenten deutlich, dass der Rohbau die Grundlage für alle Folgegewerke bildet und dass daher dessen vorschriftsmäßige und dauerhafte Ausführung die Grundvoraussetzung für einen fachgerechten Schwimmbadbau ist.

Von einer ganz anderen Seite betrachtete Prof. Dr.-Ing. Ernesto Ruiz Rodriguez die hier diskutierten Themen. Die mitunter unkonventionellen, aus der Hydrostatik abgeleiteten Ansätze des Leiters des Wasserbaulaboratoriums an der Fachhochschule Wiesbaden und die aus den von ihm vorgestellten „Physikalischen Modelle im Schwimmbadbau“ gezogenen Überlegungen und Schlussfolgerungen kamen bei den Seminarteilnehmern gut an und regten zum Nachdenken an.

Last but not least führte Dipl.-Ing. (FH) Mario Sommer, Leiter der Sopro Architekten- und Objektberatung, den Semiarteilnehmer in seinem Schlussvortrag zum Thema „Schadensbilder im Schwimmbadbau und deren Ursachen“ noch einmal eindrucksvoll vor Augen, welch gravierende Folgen Fehlplanungen in der Praxis haben. Fehlplanungen, deren Ursachen unter anderem in einer falschen Detailplanung und -ausführung oder einer falschen Materialauswahl und -verarbeitung liegen. Wie die von ihm dokumentierten Beispiele zeigten, kann dies vom Bruch des Beckenkopfes bis zum Ablösen des Oberbelags aus Keramik oder Naturstein reichen. Aber auch die falsche Auswahl der Belagsmaterialien oder eine fehlerhafte Wasseraufbereitung sowie ein falsches Nutzerverhalten, etwa bei der Pflege, können zu Schadensbildern führen.

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Sie referierten zum Thema „Schwimmbäder fachgerecht planen und bauen“ (von links): Alexander von Salmuth, Eva Gratzl, Thomas Kalman, Andreas Brose, Sebastian Kammerer, Björn Rosenau, Mario Sommer und Prof. Ernesto Ruiz Rodriguez.

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